Sonntag, 22. April 2018

Vom Lehrling zum Meister- Berufswunsch Rasentrimmer

Nach einem entspannten Urlaub und einer arbeitsreichen Woche gab es bei dem tollen Wetter am Wochenende endlich mal wieder die Gelegenheit die schweinischen Rasenmäher in Betrieb zu nehmen.
 Es gab anfängliche Startschwierigkeiten, da die Hälfte der Truppe noch nie draußen war und dort alles (ausgenommen Gras) zum Fürchten fand.
 Für die Lehrlingsschweine war es ausserdem ungewohnt, dass die Grashalme beim dran zerren nicht einfach nachgeben.
 Im Stall passiert das nur wenn am anderen Ende des Leckerbissens ein gefräßiges Kontrahentenschwein lauert. Da werden die armen Grashalme dann regelmäßig  halbiert. Als Außenstehender sieht es aber eher nach vierteilen aus.




 Aber selbst die fremdartige Anatomie der festgewachsenen Pflanzen (Flocke: "Unglaublich, die haben Wurzeln!") haben die Wutzen nach einigen Fehlversuchen schliesslich durchschaut.

Und auch die Meisterrasenmäher (hier: Pony) hatten mit leichten Anfangsschwierigkeiten zu kämpfen, da Gras gelegentlich einfach zwischen den Zähnen stecken bleibt. Aber die Routine macht sich bezahlt und das Gras kann nach einigen Versuchen erfolgreich entfernt werden. An dem Gesichtsausdruck arbeiten wir noch.





Samstag, 10. März 2018

Berührungsängste

 .. haben fast alle Fellkartoffeln dem Menschen gegenüber. Irgendwie geht es über das Verständnis meiner Schweine hinaus, dass ich EIN sehr großes Lebewesen bin. Statt dessen werde ich in diverse Bereiche eingeteilt.

 
Die Hände sehen für Schweine wahrscheinlich irgendwie spinnenförmig aus.
Diese packen sie auch noch gelegentlich, daher sind diese aus Schweinesicht mit Vorsicht zu genießen. Allerdings rücken die Hände auch oft tolle Leckerlis raus. 
Die Wutzen haben also ein etwas schizophrenes Verhältnis dazu. Einerseits Respekt und Skepsis, andererseits freudige Erregung.
Daher lassen sie sich auch nur am Kopf und gelegentlich Rücken etwas Kraulen.
Am Bauch ist dafür Sperrzone. Da wird schwein schliesslich oft genug gepackt und hoch gehoben.
Und der Bobbes ist sowieso die schweinische Büchse der Pandora. Nicht nur für mich. Auch gegenseitig geht dort sofort der Sprinkler an, wenn ein unbedarfter Mitbewohner dem Hinterteil zu nahe kommt.

Flocke hat mittlerweile gelernt dass die Hand gar nicht so schlimm ist.


Motte hingegen checkt einfach nicht worauf sie da eigentlich steht.

Meine Stimme kommt für die Wutzen wohl von irgendwo oben aus dem off. Hat mit den Händen nicht unmittelbar was zu tun und tritt nur zufällig immer zeitgleich auf.
 Zudem wird eigentlich alles was ich sage ignoriert. Ob das ein Kommunikationsproblem sprachlicher Natur, oder einfach eine Weigerung Ratschlägen nachzukommen ist, ist mir nicht ganz klar. Ich gehe mal von Letzterem aus. Sind schliesslich kleine Fell-Anarchisten.


Flocke: "Was willst du von mir? Da rauf?"

Flocke: "Also gut! Jetzt aber her mit dem Leckerli!"



Das Gesicht scheint für die Wutzen ungefährlich zu sein, ebenso wie die Beine. Die Zehen allerdings sind irgendwie gruselig, insbesondere wenn sie sich bewegen. Sind sie regungslos kann man sie aber toll ablecken.

Kapitalverbrechen am Kleinschwein! Wie kann ich es wagen den BAUCH anzufassen?

Flocke: "Kekse?! Bitte!!!"
Ihr seht: ich bin für die Fellkartoffeln ein sehr inhomogenes Wesen. Und bis schliesslich in die kleine Schweine- Oberstube vorgedrungen ist, dass auch die Hände ihnen echt nix Böses wollen vergehen meist ein paar Jährchen. Erst dann werden Schweine meist richtig zahm. Entweder sie haben dann kapiert, dass ich sie nicht fressen will, oder es ist ihnen letztlich egal geworden.

Eine Armlänge Abstand von mir ist für Pony essentiell. Die Kamera darf ihr hingegen ganz nah auf den Pelz rücken.

Und wem´s zuviel wird, der macht sich aus dem Staub.




Sonntag, 4. März 2018

Stressed out

Wenn man als unbeteiligter Beobachter einen Blick ins Schweinchenzimmer wirft wird einem sofort eines klar: Hier ist die Welt noch in Ordnung.
Spontan fühlt man sich an die kitschig süßlichen Heimatfilme der Nachkriegsjahre zurück erinnert. Friedliche Fellkartoffeln grasen das gereichte Grünzeug ab und das Schlimmste was passieren kann ist, dass das Futter aus geht. So scheint es.
Doch unter der Oberfläche gärt der Konflikt. Gut versteckt und keineswegs offensichtlich.  Denn auch in einem friedlichen Schweineleben gibt es manchmal Stress. Und dann sind die Schweinchen pissig. Und wie. 
Heute zeige ich euch 7 Gründe warum eure Meerschweinchen schlechte Laune haben:

1) Bei Auffahrunfällen diverser Art.



 2) Wenn dir die Leckeli zwischen den Zähnen stecken bleiben und du keine Zahnstocher zur Pfote hast. 



3) Wenn dir jemand dein Essen aus dem Mund klauen will.




4) Wenn die Zweibeinerin dir nach minutemlangem Gebettel endlich was Leckeres rausrückt. Sie es dann aber festhält, nur um dich zu ärgern. 



5) Wenn jemand genau unter DER Hängematte sitzt in die DU gerade rein willst. Und wenn derjenige sich selbst durch dein wildes Rumgetrampel nicht vom Acker macht.

6) Wenn das Essen zu gross für deinen Mund ist.



7) Wenn es Montag ist und es daher statt um 9 Uhr schon um 5.30 Uhr Frühstück gibt.




Samstag, 3. März 2018

Der Gentelman

Heute zeigt euch Norbert wie sich ein Meerschweine Gentelman zu verhalten hat.
Mehr oder weniger....
Nunja. Fast.