Freitag, 24. November 2017

Vor´m Abgrund

Wir waren heute mit Bommel nochmal bei einer anderen Tierärztin. Der Tumor ist in den letzten 10 Tagen stark gewachsen und sonographisch geht eine Darmschlinge durch den Tumor hindurch. Das Problem ist das man bei Meerschweinchen auf Grund der dünnen Darmwände nicht einfach ein Teil rausschneiden kann und die Enden zusammennähen (End- zu-End Anastomose) wie beim Menschen. Daher, wegen des raschen Wachstums und der tastbaren Verwachsungen haben wir uns gegen eine Op entschieden.
Ich muss sagen ich bin sehr erleichtert.
Selbst wenn Bommi nurnoch ein paar wenige schöne Tage bleiben ist das besser als den Rest seiner Zeit mit den Schmerzen und den Folgen der OP zu kämpfen. 


Heute gabs als Belohnung nach dem Tierarzt leckeres Gras und viele, viele Leckerlis mit superduper viel leckerem Päppelbrei.

 Zusätzlich kriegt der Süsse Schmerzmittel, die ihm aber nicht besonders gut schmecken. Die Dosis wurde etwas hochgesetzt; die Nebenwirkungen sind egal, Hauptsache er hat keine Schmerzen.

Bald schon ist es Zeit Lebewohl zu sagen. Dabei hätte ich ihm so sehr viele schöne Jahre in seiner kleinen Schweinefamilie gewünscht. Hauptsache ihm geht es bis zum Schluss gut!

Gib mir mehr Leckerli!!!!

 Bommi: "Heute hatte ich so ein Schwein gehabt. Morgens sind wir zum Tierarzt gefahren. Und die Futtergeberin hat die ganze Zeit was von OP geredet. Was das ist weiss ich net. Aber beim Tierarzt gibt es erfahrungsgemäss Spritzen. 
Man, was hab ich deshalb in der Transportbox gebibbert. Und dann nix, nada. Es gab liebe Worte, ich wurde abgetastet und dann gings schon wieder ab nach Hause zu den Mädels. Juchuuu!
Und das Beste kommt zum Schluss: bergeweise Gras und superviele Leckerlis. Warscheinlich hab ich heut Geburtstag oder sowas! 
Warum die Doro die ganze Zeit leise vor sich hingeschnieft hat ist mir allerdings ein Rätsel. War doch alles in Allem ein perfekter Tag!"

Mittwoch, 22. November 2017

In den Händen von Chirurgen?!

Das Ergebnis von Bommi´s Biopsie ist heute gekommen. Leider hat er viel totes Zellgewebe und den Verdacht auf einen Tumor in der Zytologie.
Im seitlichen Röntgen sieht man auch den Tumor gut (das helle ballähnliche Teil im Bauch).


Hier sieht man den Tumor gut.

Ich schwanke zur Zeit hin und her ob ich ihn operieren lassen soll. Ihm geht es noch einigermassen gut und wenn ich ihn jetzt operiere muss er sich warscheinlich den Rest seines Lebens von der OP erholen. Wenn man nichts operiert bleibt er so lange fit bis der Tumor die Verdauung abklemmt und er an dem Darmverschluss stirbt. Ich weiss echt nicht was ich tun soll.

Motte ist dafür wieder fit und munter. Hier könnt ihr sehen wie sie sich jeden Tag ein bischen mehr erholt.




Habt ihr irgendwelche Ratschläge für mich. Sollen wir die OP versuchen? Der kleine Bommi ist doch noch so jung......


Dienstag, 14. November 2017

Humpelbommi -die Zweite



Heute war ich wieder mit Bommi beim Tierarzt, da er wieder humpelte. Und da der Befund der Biopsie im Juli ja nur eine Entzündung zeigte war ich guter Dinge.
Bommi geht es schliesslich top. Er frisst gut, die Köttel sind normal und er ist fit.
 Und dann kam der Schock. Im Röntgen sieht man einen hühnereigrossen Tumor im Bauch. Das kann ein Abszess sein, oder eben was Bösartiges. Was, wenn wir ehrlich sind wahrscheinlich ist.



Jetzt ist die Frage was tun. Schmerzmittel geben und warten bis es ihm schlechter geht und dann eine grosse OP durchführen lassen? Oder die OP jetzt machen wo er noch so fit ist, auch auf die Gefahr hin dass er dabei stirbt und ich mir dann ewig Vorwürfe mache? Oder gar nicht operieren und wenn es ihm schlechter geht solange unterstützen mit Medi´s etc wie es geht?

Irgendwie reisst bei und die Pechsträhne was Krankheiten angeht gar nicht mehr ab. Bommi ist noch so jung und fit. Dass es ihm in absehbarer Zeit schlechter gehen wird belastet mich sehr.
Es gibt so Tage da gelüstet es mir nach einem Boxsack um meinen Frust raus zu lassen.



Bommi hingegen belastete heute hauptsächlich das Rasieren für den Ultraschall. Und die lange Fahrt zum Tierarzt. Als Belohnung gabs es frisches Gras und viele Leckerli.
 In hundert Jahren kräht kein Hahn mehr danach. Und für die Schweinchen zählt eh nur das hier und jetzt. 




Dienstag, 7. November 2017

Verschollen

Kleines Lebenszeichen: Den Schweinen geht es gut. Mir auch. Ende


Na gut. Bin aktuell wieder etwas schreibfaul. Aber auf Arbeit steppt zur Zeit der Bär, so dass ich abends meist müde vor den Sims, den Schweinen oder mit meinem Freund auf der Chouch rumlunger und mich erhole. Keine süssen Schweinebilder. Bis auf das oben. Das hab ich aus der Schweine-fotowühlkiste gezogen. Niedlich, gell?

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Und täglich grüsst das Murmeltier

Einmal in der Woche werden die Schweinchen durchgecheckt. Seit....eigentlich schon immer. Die Krallen werden gekürzt und die Wutzen müssen auf die Waage. Muss ich erwähnen das alle Schweinchen das imbrünstig hassen? Und das sie jedesmal wieder rechtsschaffen empört sind das ich ihre schweinisches Selbstbestimmungsrecht ausser Kraft setze?!
Jede Woche das gleiche Spiel. Gefangen werden, angetatscht werden und dann noch Krallen schneiden. Das geht jedem Schwein gegen den Strich. Und obwohl das seit gefühlten hundert kalten Wintern immer das Gleiche ist vergessen die Schweine unmittelbar dannach das sie es unbeschadet überlebt haben und nehmen beim nächsten Mal wieder das Allerschlimmste an.

Motte ahnt schon wieder was...


 Motte ist sowieso schon schwer beleidigt, weil ich sie die letzten Wochen zig mal zum Tierarzt geschleppt hab. Klaro hat die jetzt Schiss vor´m Fangen. Pony hat leichte Probleme mit der Verdauung und war daher erst gestern beim Tierarzt. Zu Hause sitzt sie immer in Schreckstarre da um den potentiellen Andenkondor (das bin ich) zu täuschen indem sie sich tot stellt. Beim Tierarzt war sie jedoch deutlich unkooperativer und hat sich kaum die Zähne anschauen lassen. Zum Glück ist sie zu Hause wieder in die gewohnte Meerschweine- TÜV- Schreckstarre zurückgefallen. Da geht das Krallenschneiden nämlich viel leichter. Höhöhö....

Das Gegenteil davon ist Smilla. Die macht schon beim Hochnehmen immer Testbisse um zu checken ob ich sie dann nicht doch schneller runterlasse. Nicht fest und auch nicht böse gemeint, aber es nervt schon. Und anschliessend beisst und tritt sie die Krallenschere immer. Das böse Ding aber auch!!!

Noch chillt Klara ein bissl.
Und Klara?
Die hat beim Vorbesitzer wohl gelernt, dass man schnell auf den Boden gesetzt wird wenn man zappelt und pinkelt. Und sie macht nicht nur einen einizigen Pipifleck.
Nö, sie teilt sich den Urin auf verschiedene Portionen auf um nach und nach doch noch die Unterlage zu durchfeuchten und hübsche Muster auf meiner frisch gewaschenen Jeans zu kreieren.


Klara: "Heute war ich wieder beim Frisör, der Maniküre, Pediküre und beim Ohren sauber gemacht bekommen. Das mag ich nicht so besonders, aber wer schön sein will...
Und damit der Andenkondor (Anmerkung der Redaktion: Meerschweinisches Synonym für Mensch) nicht so streng riecht hier mein ultimativer Tip für euch:
Einfach die frische Hose vollpieseln.
Dann geht euer Futtergeber direkt dannach duschen und so bleibt der auch immer schön frisch und sauber. "


Immer das gleiche- meine Hose nach dem Schweine- Check up
 Bei allem Stress mit den Mädels gibt es einen Lichtblick. Bommi weiss, das es beim TÜV Leckerli gibt. Und Bommi weiss, dass es VIELE sein werden. Daher bleibt er in stoischer Ruhe einfach sitzen und futtert seine Erbsenflocken weg. Typisch Kerl halt. Auf seine Faulheit und Verfressenheit ist Verlass. Selbst bei der Körperpflege.

Heut ist TÜV? Egal. Hauptsache Leckerli!





Dienstag, 24. Oktober 2017

Der letzte Rest...

...an Grünzeug wird nochmal rangeschafft. Es gibt Äste zum Nagen mit den restlichen Blättern dran.  Als Ablage für die Blätter dient ein selbstgebasteltes Tipi aus Zweigen. 

Smilla untersucht das Spielzeug im Tipi


 Motte geht es viel besser. Der Kopf ist noch nicht wieder ganz gerade aber es wird jeden Tag besser. Ich hab das mal gefilmt- aber nicht nur die Schweine sind im Herbst träge und faul. Den Zusammenschnitt gibts demnächst mal. Wenn ich mich aufraffen kann. *gähn*


Der Blatteinzug funktioniert.



Alle Schweine machen sich im Herbst wie die Wildschweine über das letzte Laub her. Als ob sie wüssten das es sehr bald nix mehr frisches von Draussen gibt. Und im Anschluss wird ein langes und chilliges Nickerchen gemacht.






Geniessen eure Wutzen auch nochmal das letzte Grün von Draussen? Und müsst ihr eure auch ständig zum Essen wecken weil sie alle so verschlafen sind?
Grüssle eure Doro

Samstag, 14. Oktober 2017

Motte


Zum Glück hat bei Motte der Nystagmus aufgehört. Sie ist fitter und munter, frisst gut ... und hält den Kopf leider noch schief. Die Tierärztin meint es würde auch so bleiben. Na toll. Ich bin trotzdem optimistisch was das angeht.

Doch obwohl Motte und Pony von den Tierarztkosten her jetzt schon exorbitante Geldverschlinger sind würde ich sie nicht mehr hergeben wollen.
Und mir ist aufgefallen das ich sie euch ja noch gar nicht richtig vorgestellt hab. Daher kommt jetzt :  PONY!
Los Pony, stell  dich vor!"

Pony:" Ich hab Angst! Das lesen so viele Menschen, ich trau mich net. Erst Motte."
 "Also gut, erst Motte, dannach aber du!"



"Name:   MOTTE

Geschlecht: Ich bin ein Mädchen und war auch schonmal Mama.
Farbe: Hellgrau mit roten Augen
Fell/Rasse: Warscheinlich Lunkarya Mix mit welligen Locken die überallhin abstehen

Geburtstag: 
Laut der Pflegestelle soll ich ja  2016 schon 2 Jahre alt gewesen sein. Aber da war ich noch ein kleines und dünnes Mädel. Nach meinem Einzug hier im April 2016 sind meine Haare noch sehr stark gewachsen und ich hab arg zugenommen. Daher schätzen hier alle das ich sogar noch viel jünger bin. Aber mein wirkliches Alter weiss ich selbst  nicht so genau. Ich kann nämlich keinen Kalender lesen.




Vorgeschichte:
Vor meinem Einzug hier hiess ich Rosalie. Ich lebte mit Pony und sehr vielen anderen Meerschweinchen in einem ganz kleinen Gehege. Die Menschen nannten das animal hoarding. Ich nannte das belastend.
 Irgendwie waren mir das doch zu viele Kumpel. Und ständig gabs Zoff, weil einfach kein Platz da war. Die Anderen haben super viel Dreck gemacht, so dass es schlimm gestunken hat. Echt eklig. Und Pony hat am meisten gestunken!"
Pony: " Gar net wahr!"
 Motte: " Sehr wohl wahr!

Aber am Schlimmsten war natürlich dass mir immer alle das Essen weggefuttert haben.  daher hatte ich einen Trick. Ich hab einfach den anderen das Futter unter der Schnauze weggeklaut. Die haben mich dann zwar manchmal gebissen, aber durch mein langes Fell sind sie mit den Zähnen nicht gut durchgekommen. Und damit die Anderen mich nicht am Auge verletzen hab ich mir  angewöhnt die Augen beim Fressen zuzukneifen. Ganz schön schlau, gell?



Besondere Angewohnheiten
-Wenn andere Schweinchen in der Nähe sind kneife ich heute noch beim Futtern die Augen zu. Macht der Gewohnheit halt. 
-Ach und Quieken kann ich übrigens nicht. Wenn überhaupt kommt so ein heisseres Krächzen raus.  Macht mir aber nix.
-Beim schlafen schiebe ich immer die Vorderpfoten nach vorne wie bei einer Sphinx. Was soll ich sagen. Das ist halt bequem.




 Die Pflegestelle
Obwohl ich damals noch ein kleines Mädel war hat sich einer der Schweinejungs an mich rangemacht. Und wie das so ist: Schwups war ich schwanger.
Zum Glück musste ich meine Babies nicht in dem Chaos zur Welt bringen.
Der ganze Schweinehaufen ist nämlich geschlossen dort ausgezogen. Die Jungs in eine Pflegestelle und die Mädels in eine Andere. Dort hatten wir erstmal viel Platz. Und leckeres Futter!
Nach dem meine Babies ausgezogen sind bin ich schliesslich nochmal umgezogen und hab mein altes Leben hinter mir gelassen.  Mit einer Mitfahrgelegenheit ging´s von Nürnberg nach Tübingen. War das aufregend! Und hier hab ich dann Bommi und die Anderen kennengelernt.



So bin ich 
Die Futtergeberin sagt immer das ich unererschrocken und wild bin. Daher hat sie mich auch Motte genannt. Wie ein Nachtfalter. Weil ich hellgrau bin und weil ich mich beim Männchen machen so arg nach den Leckerli strecke dass ich sogar manchmal hinten überkippe. Ohne Rücksicht auf Verluste.
Wie eine Motte zum Licht.





Wenn sich im Gehege was tut bin ich immer die Erste die nachsehen geht. Manchmal check ich die Lage nicht ganz richtig ein. Vor riesigen und gefährlichen Dingen hab ich nämlich keine Angst.
Irgendwie denkt die Futtergeberin daher, dass ich auf die Entfernung schlecht sehe. Ne Brille will ich aber auf keinen Fall. Daher nochmal zum Mitschreiben: Ich sehe gut genug! Basta.

 Einmal war da mal so ein kleiner Käfer im Futter. Mann, was hab ich mich erschrocken. Bin in die  letzte Ecke gerannt um mich zu verstecken. Wer weiss was der sonst mit mir angestellt hätte!
Vertrottelt nennt das die Doro immer. Aber die hat ja auch nur bedingt Ahnung davon was für uns alles gefährlich sein kann. Das kann euch Pony sicher besser sagen. Die macht sich nämlich immer vor Allem ins Höschen.




 Mein Platz in der Familie
Eigentlich war alles Top hier bis vor kurzem Klara bei uns eingezogen ist. Das Miststück! Wollte meine Position im Rudel und hat mich einige Male echt böse gebissen. So eine Zicke. Mittlerweile komm ich mit Ihr einigermassen aus. Ich hätte aber nix dagegen wenn die wieder auszieht.
In unserer Gruppe war ich immer die Co- Chefin direkt nach Smilla.

Abneigungen:
Klara. Die kann ich echt nicht leiden.



Fitness:
Und dann bin vor ein paar Tagen auf einmal sehr krank geworden. Mir war soooo schwindelig und speiübel. Und am schlimsten war das ich ständig zum Tierarzt musste.
Seitdem krieg ich das mit dem Gleichgewicht irgendwie nicht mehr so ganz auf die Reihe und halte meinen Kopf stark nach rechts geneigt. Aber ich kann da echt nix für- das ist sonst Alles so schief! Mittlerweile ist mir nicht mehr schlecht und ich futtere besser. Und wen stört schon der schiefe Hals?
Leider bin ich jetzt ganz unten in der Rangordnung gelandet.




Lieblingsfutter: 
Gräser und Gurke

Hobbies:
Ich liebe es Neues zu entdecken und mag meine Gruppe. Ich bin gerne draussen und für jeden Spass zu haben.
Das war´s von mir. Das nächste mal ist Pony dran."