Samstag, 28. September 2013

Camping für Schweine

Ja die Schweine wollen auch mal raus aus dem Trott, daher ein kleines do-it yourself für alle Schweinebesitzer. Zum Wohlfühlcampen im eigenen Garten brauchen die Schweine ein gesichertes Gehege (oder einen Schweinebesitzer der mit der Kamera neben dem Gehege campiert) und ein Tipi zum zelten. 


Outdoorliving




Wenn man die Schweine fragt was die für ein Häuschen  wollen liegen die Prioritäten unterschiedlich:

Coca: : Ich will beim campen was wo niemand mich von oben packen kann!
Woody: Ich muss alle meine Mädels immerzu im Blick haben!
Nami: Ich will alle anderen auch riechen können! Und mit Pipi besprenkeln bei Bedarf.
Coffee: Ich will es essen und drauf schlafen können!




Um allen Anforderungen gerecht zu werden gibt es die einfachste Lösung : Ein Asttipi- komplett essbar und gut recycelbar.
  Benötigte Dinge: Äste, ggf. Bindedraht
Man gehe in den Wald-

 suche ein Strauch /Baum den man kennt- in meinem Fall Haselnuss (für Superbotaniker wie mich- das ist der mit den Haselnüssen dran) von dem man weiss das die Schweine Ihn fressen dürfen und schneide einige Zweige ab. Zu Hause über einen dreibeinigen Ast hängen oder mit Bindedraht oben zusammenbinden. Fertig.




Die Schweine lieben das Konstrukt. Am besten ist natürlich das man es komplett verspeisen kann. Nach dem Tag im Garten wandert es ins Gehege und wird nach und nach immer weniger bis irgendwann nurnoch das Astgerippe übrigbleibt.
Wenn es nach einigen Tagen eingetrocknet ist muss man auf Schweineaugenhöhe alle spitzen Seitenästchen entfernen, der Rest wandert schliesslich in die grüne Tonne.
Wie man sieht wird das Tipi vom Rudel belagert und als Unterschlupf, Futter und Bett verwendet. 








 Bis denn Eure Doro.

PS: Welche Zweige gegessen werden dürfen zu sehen hier bei diebrain.

Freitag, 27. September 2013

Der Eindringling!

Für Coca war das Leben perfekt. Als letzte der Rangfolge musste Sie sich um nichts kümmern und hatte genug Zeit zum fressen, schlafen und sich putzen.
Keine Verantwortung, keine Sorgen!



Doch seit gestern wohnt ein kleines Schweinemädel bei uns. Vorbei mit der Ruhe. Jetzt ist Sie nicht mehr die Rangniederste und muss das auch deutlich zeigen. Die Kleine wird verfolgt und gejagt. Da diese jedoch- wie bei Kleinschweinen üblich- viel schneller und wendiger ist als Coca liegt die ständig völlig geplättet im Stall. Arme Coca.

Die Kleine hingegen ist happy wegen dem ganzen Platz und rennt fröhlich popcornend durch die Gegend.

Socke


Donnerstag, 26. September 2013

Menue today


Heute gibts ein Einblick in den Speiseplan der Pelzträger. Es gibt: 

Amuse gueule de carotte à l´huile



Guten Appetit!

Wanted!

Trotz der Einwände meines Freundes das vier Schweine völlig ausreichen und ein 5 tes Schwein nicht nötig sei und nur mehr Dreck mache konnte ich Ihn schliesslich überzeugen das Rudel wieder auf 5 Schweine zu vergrössern.
Also begann ich nachdem der Dicke gestorben war im Internet nach einem neuen Schwein zu suchen.

Gesucht: Weibliches Meerschwein, nicht aus dem Zooladen, nicht vom Züchter, nicht vom Vermehrer.

Nein, das ist nicht die Neue.



In der Meerschweinchenhilfe bei Stuttgart (in der ich auch Mitglied bin- natürlich) warteten aktuell nur ältere oder nicht gruppentaugliche Tiere.

 Im Tierheim in Stuttgart wurde uns telefonisch bestätigt das viele Meerschweinchen auf ein neues zu Hause warteten, auch Weibchen. Also hingefahren und festgestellt- es hat einen Grund warum die Tierheime alle bankrott sind: wegen der Organisation. Nicht ein Meerschwein wartete dort! Und wir sind über 40 km hin gefahren, weil die Tierheime in nächster Nähe nur Pärchen hatten. Also entäuscht wieder nach Hause.

Und weiter warten auf das Passende. Und nun passt es nach wochenlanger Suche endlich!
Freu mich!

 Bis denn , Eure Doro.

Montag, 23. September 2013

Noch mehr Coffein!

Zur Zeit hab ich Nachtschicht und die Schweine freuen sich weil Sie Tags im Aussengehege Unfug treiben dürfen. Ich hab viele Bilder geschossen und Coffee  hat sich ständig  in den Vordergrund gedrängt, warscheinlich damit ich Sie auch endlich mal vorstelle.
Komischerweise heissen 2 meiner Schweine wie koffeinhaltige Getränke. Das kommt wohl daher das mein Konsum in meinen Nachtschichten extrem in die Höhe schiesst.



Hier ist Ihre Geschichte:
 Nachdem mein schon 9 Jahre alter Calcifer seine langjährige Partnerin plötzlich verloren hatte und er sehr apathisch wurde musste dringend wieder ein Weibchen zu Ihm ziehen. Bei der Meerschweichenhilfe war ein süsses buntes Rosettenmädel abzugeben und wir fuhren mit dem Dicken hin um Sie mit Ihm zu vergesellschaften.
Die hübsche Rosettendame hatte jedoch keine Lust auf den Opa und verfolgte meinen Dicken , zwickte Ihn und klapperte mit den Zähnen. Er sass in Schreckstarre da und bewegte sich nicht vom Fleck. Schnell war klar, dass die beiden bei so viel Antipathie nicht zusammen passen.




 
 Zum Glück hatte die Pflegestelle noch ein weiteres weibliches Schweinchen zu vermittteln:  schmales Gesicht,  Hintern zu dick, mit Wirbel auf der Stirn.
 Sie sass genauso schreckstarr wie der Dicke im Gehege und beide spielten : wer sich zuerst bewegt hat verloren (oder wird gefressen) . Nach ca einer halben Stunde in der die Schweine nur wie versteinert im Gehege sassen und sonst garnichts passierte war klar dass Sie bei uns einziehen durfte.


Am ersten Abend zu Hause gab ich Heu ins Gehege und Coffee fing an zu - ähh -grunzen??. Was war los? Es hörte sich nach einer Lungenentzündung an. Das Schweini war zwar fit und frass gut (und war entsprechend moppelig), trotzdem hatte ich Bedenken und stellte Sie am nächsten Tag tierärztlich vor. Dieser diagnostizierte lediglich ein gesundes Schwein. Ich war ratlos, hatte ich mich geirrt?

Am nächsten Abend war alles normal, und ich glaubte schon an Halluzinationen. Am übernächsten Tag bei der Fütterung - es gab Broccoli- fing Sie plötzlich wieder an zu grunzen. Nach und nach fand ich heraus dass Sie nur wenn es Futter gibt, was Sie für ganz toll hält anfängt zu grunzen. Das heisst:
Karotte- kein Geräusch
Fenchel- gelegentliches Schnauben und Grunzen
Maisblätter- maschinenpistolenartiges Gegrunze und Geknatter.



Dieses Jahr ist Sie zu Woody und den anderen Mädels gezogen und geniesst das Leben in der Gruppe. Sie ist für die anderen Schweine ein guter Indikator dafür ob Futter taugt oder nicht. Wenn Fütterungszeit ist und Coffee sitz in der Nähe des Futtes und fängt an zu grunzen werfen die andern Schweine den Turbo an um zum Futter zu kommen. Grunzt sie nicht kann man sich als Schwein auf dem Weg zum Futternapf ruhig Zeit lassen.



  Facts about Coffee:
  •  hat bei Sonnenschein braune Augen
  • grunzt bei leckerem Essen wie ein richtiges Schwein
  • tut schüchtern , ist aber unerschrocken
  • legt sich häufig einfach irgendwo ins Gehege und steht auch nicht auf wenn alle anderen Schweine drängeln, es essen gibt oder die Welt untergeht
  • liebt alle Arten von Blättern
  • schwarze Fellfarbe mit einem Schuss Milch
  • Entdeckerschwein- immer der Nase nach
  • hat sich mal den Zeh gebrochen
  • zu den anderen Schweinen immer sehr lieb




Freitag, 13. September 2013

Ein Weg entsteht, wenn man ihn geht


In diesem Riesenheuberg ist genau eine Astgabel. Davor und dahinter ist massenhaft Heu. Und was denkt Woody? Der hinterste Heuhalm ist immer der leckerste! Ganz klar!

Montag, 9. September 2013

Nami

Als ich noch aktiv für die Meerschweinchenhilfe Tiere vermittelt habe kam ein schwangeres Weibchen zu mir in die Pflegestelle. Am 31.08.2009 kamen 4 gesunde Babys auf die Welt. Durch die Inzucht der Elterntiere leider alle untergewichtig. Dabei war auch Nami. Schnell war klar das Sie bei mir bleiben durfte wenn Sie sich mit den beiden Kastraten versteht. Der erwartete Kriegsschauplatz zwischen den beiden Männchen blieb aus, statt dessen hat Sie schon als kleiner Stöpsel die Macht an sich gerissen und war anschliessend die Chefin im Ring.



Woody: * Also die Nami, die ist ja so ne Zicke. Da darf ich nie auch nur in die Nähe vom Popo, sonst explodiert Sie auf der Stelle und da kommt ganz viel Pipi raus. Das kommt daher weil die war ganz lange die Chefin. (Anmerkung der Redaktion: Parallelen zu weiblichen Führungskräften in Deutschland konnten nicht bestätigt werden. Ganz besonders die Pipifrage- gegnerische Fraktionen mit Urin besprenkeln bleibt im Wahlkampf unerwähnt. In der Realität sind es wohl eher verbale Ergüsse die sich auf die Untertanen ausbreiten.) Aber seit ich da bin läuft alles nach meiner Pfeife. He Ihr da, das ist mein Broccoli! Geb das wieder her, jetzt gleich! *




Nami ist ein kleines Kampfschwein. Sie hasst es hochgehoben zu werden und zeigt das auch recht deutlich. Sie nagt an Kleidern bis da Löcher drin sind, und knabbert auch mal an der nackten Haut  (autsch). Fusspflege mag Sie nicht, wiegen ist doof und am schlimsten ist Haareschneiden. Leider bekommt Sie wenn man nichts macht richtig langes Fell (zu heiss im Sommer, zu sperrig im Winter) , so das alle 14 Tage die Schere zum Zuge kommt. Es wird geschrien, gestrampelt, gebissen, genagt, getreten. Nein schüchtern ist Sie nicht wirklich!





Wenn man tut was Sie will ist Sie total süss. Also eine Katze im Schweinepelz sozusagen. Wie der Blitz ist Sie im Gehege unterwegs, niemals stillsitzend und  immer mit einer gewissen Skepsis gegenüber allem neuen behaftet. Sie putzt sich selbst ständig das Fell und kämmt sich auch schonmal Ihren Schnauzbart (siehe Fotocollage). Beim Futter ist sie extrem wählerisch. Was Ihr nicht ins Konzept passt wird nicht gegessen. Das hat Sie sich von Ihrer Mama abgeschaut.



Fakten:

  • " Alles MEINS!"
  • putzt sich nach jedem Essen und zwischendurch auch bei jeder Gelegenheit
  • was Sie nicht kennt frisst sie nicht (könnte ja vergiftet sein)
  •  immer skeptisch
  • hasst Dill und andere intensiv riechende Kräuter
  • schneller als der Blitz
  • Tarnt sich im Aussengehege indem Sie sich möglichst flach durchs Gras bewegt 
  •  Berufswunsch: Agentin im Nahkampf
  • sieht unschuldig aus, hat es aber faustdick hinter den Ohren
  • wiegt nur knapp 780 g (mit Fell)
  • Spitzname: Schnäuzel



Freitag, 6. September 2013

Alle Jahre wieder..

... kommen die Biester aus der Tiefe, die abscheulichen, mikroskopisch kleinen, grausamen Foltertiere- HERBSTGRASMILBEN.  Trotz des netten Namens hat sich dieses Tier in die Top Ten der * Dinge die diese Welt nicht braucht *geschlichen.
Bislang wurden von mir  Horrorgeschichten aus diversen Meerschweinchenforen lediglich als
 " Mythos verängstigter Hausfrauen" abgetan. Nach unserem Umzug vor 2 Jahren musste ich feststellen - es gibt sie doch (mit regionalen Verbreitungshochs).  Jetzt wohnen wir in einem Endemiegebiet bei Stuttgart.



SIE lauern im Gras, bohren sich durch die Haut und trinken Zellflüssigkeit. Das Auflösen der Zelle macht winzige, aber übel juckende Quaddeln- beim Menschen. Die Schweine zeigen sich ob Ihrer vermehrten Hautdicke plus Dickfelligkeit wenig beeindruckt. Während wir ohne Massen von Repellentien und sofortigem Duschen nach jedem Gartenaufenthalt gar nicht zu Rand kämen sitzen die Pelztiere im hohen Gras und mümmeln lustig vor sich hin.



 Also liebe Meerschweinebesitzer falls ihr euch beim Graspflücken im Herbst Sorgen macht das eure Schweine von Herbstgrasmilben befallen werden hier mein Tip:
-  Macht euch lieber Sorgen um euch, denn wenn Sie dort gibt werdet Ihr es spätestens nach einigen Stunden an zahlreichen Quaddeln an euch selbst merken.



Ganz ohne Befall kommen auch die Schweine nicht aus. Gelegentlich kratzt sich ein Tier am Rücken. Der Tierarzt spritzt Ivomec- die Milben interessieren sich wenig dafür. Der Schweinebesitzer badet und föhnt an einem heroischen Nachmittag sämtliche Tiere, mistet und desinfiziert das Riesengehege-  den Milben ist es egal.



Auch wenn die Bilder anderes vermuten lassen, die Schweine haben kaum Juckreiz und keine Quaddeln, so das ich vermute das die Milbe nicht wirklich gut durch die Schweinehaut kommt. Also kommt die Truppe bei schönem Wetter weiterhin raus und spätestens nach dem ersten Frost ist alles überstanden. Bis zum nächsten Jahr, denn alle Jahre wieder....

Dienstag, 3. September 2013

Mit Coffein


.. oder ohne?
Coca zog Mitte 2011 bei uns ein und kam auch über die Meerschweinchenhilfe zu uns ,als klar war das wir umziehen würden. Sie hies eigentlich Colette und wurde damals auf 3 Jahre geschätzt. Als Sie bei und ankam wog Sie gerademal 700 g und ich dachte Sie  sei einfach ein schlankes Schweinchen. Allerdings legte Sie in den nächsten Wochen richtig kräftig zu, so dass ich heute davon ausgehe dass Sie damals noch ein Teenie war und ggf. erst 2011 geboren ist.



Sie versuchte Anfangs ständig in der Rangfolge aufzusteigen und zerstritt sich schliesslich so stark mit den Dicken, dass wir die Gruppe trennen mussten. Coca die kleine Agitatorin!  2 x 2 Meerschweinchen wohnten anschliessen bei uns. Coca und Nami in einer Gruppe und in Gruppe 2  Zora und der Dicke. Sie fühlt sich in der aktuellen Gruppe sehr wohl.


Coca hat richtig viele witzige Eigenschaften:  Z.b. wenn es rote Beete, Wassermelone oder Tomate gibt, so saut sie sich komplett damit ein und mutiert zum Vampirmeerschweinchen. 


Gibts was leckeres ist Sie schneller da als alle anderen. Auch ist Sie immer die erste die in die Transportbox hüpft um ins Freigehege getragen zu werden.



Sie ist unser Erzählschwein: Ständig glucksert Sie durchs Gehege und bricht auch einfach grundlos mal in Quiekorgien aus. Bei beiden Vergesellschaftungen hat  Sie sich ins Gehege gesetzt und so lange durchdringend gehupt bis das neue Meerschweinchen irritiert war und Sie in Ruhe gelassen hat.
Auch das Ötti GPS  (beschrieben auf der besten Schweineseite ever:  Sifle) funktioniert bei Ihr ganz ausgezeichnet.


 Fakten :   
  • Feed me!
  • Feed me more!
  • I´m hungry!
  • hält immer die Nase in den Wind
  •  hat am Po und hinter den Ohren lange Haare
  • führt glucksend Selbstgespräche
  •  nervt andere Schweine mit Ihrem Ötti- GPS
  • mutiert nach dem Essen von rotem Gemüse zum Vampirschwein
  • Zahnlücke der Vorderzähne in der immer was drin steckt 
  •  IQ von 150 (mindestens)
  • " schneidet" sich selbst die Krallen
  • klaut immer gerne genau das Essen was ein anderes Schwein schon zur Hälfte im Mund hat

Beim " Krallenschneiden"