Donnerstag, 22. Juni 2017

Mein Alltag mit den Schweinen


Erstmal Päppelbrei anrühren für die Oma Coca. 



Dann kriegt sie ihr Frühstück- zwischen 10 und 20 ml Päppelbrei und ihr Metacam (Schmerzmittel für die Arthrose). Bommel will natürlich auch immer was von Päppelbrei abhaben.

Coca verschmiert sich immer fürchterlich mit dem Brei.

Bommi lauert schon. Ob ein Tropfen runterfällt?




Gegen die Arthrose.


Dann wird die Futterecke von den Essensresten gesäubert und es kommt etwas frische Streu rein.

Nach der Party herscht das Chaos.



Dann werden die Wutzen gefangen. Zum Glück ist Coca da sehr chillig und bleibt einfach sitzen. 

Coca bleibt auch auf dem Arm relaxt.

Der Rest der Bande quetscht sich mit in die Plastikbox. Der Weg in den Garten ist kurz, aber  unbequem. Und Bommi kommentiert das auch lautstark. 

Gedränge auf dem Weg nach Draussen.

 Auf dem Weg nach unten wird noch der Wassernapf sauber gemacht.

Kurzer Zwischenstopp im Bad.

Und dann gehts raus ins Freigehege. 

Rein ins Grüne

Der mobile Rasenmäher... 



Und was das Futter angeht? Abends gibts immer was, Gemüse oder Wiese je nachdem. Aber wenn ich tagsüber mal zu Hause bin müssen sich die Fellkratoffeln ihr Futter draussen erarbeiten. 

Bis denn, eure Doro

Montag, 12. Juni 2017

No.2 - Die 5 grössten Lügen über Meerschweinchen


 Heute: Mein Meerschweinchen ist glücklich im Käfig.

Für jeden einigermassen informierten Halter dürfte klar sein. Meerschweinchen brauchen Platz. Die Zeiten in denen die Tiere einfach eingepfercht wurden um als Kinderspielzeug vor sich hin zu vegetieren sind vorbei. 

 Leider ist das obwohl offensichtlich noch nicht bis in die Köpfe der Industrie vorgedrungen. In den einschlägigen Zoofachgeschäften sieht man immer noch Gitterknäste in Reih und Glied. Diese werden meist an uninformierte Leute verkauft um schnell viel Profit zu generieren.


Platz um sich aus dem Weg zu gehen



Normalerweise kommen nur sehr fiese Menschen auf die Idee ihre Katze oder ihren Hund in Käfigen zu halten. Wieso dann also Kleintiere? Sie rennen gerne, erkunden gerne Neues und brauchen die Bewegung um gesund und fit zu bleiben. Wieso also?

Die Ursprünge der Käfighaltung sind in der Vergangenheit zu suchen. In der Kaninchenmast dürfen die Tiere nur wenig Platz wegnehmen. Es war unwichtig ob die Tiere wegen des Platzmangels nach kurzer Zeit psychische und nach längerer Zeit körperliche Schäden davontrugen, da man die Tiere meist nach wenigen Monaten geschlachtet hat.
Als Meerschweinchen irgendwann "in Mode" kamen wurde diese Art der Quälerei einfach übernommen. War ja ziemlich praktisch. Schnell gemistet, wenig Dreck. Für den Mensch ist Käfighaltung prima. Für das Tier was darin gefangen ist weniger.
Die wenigsten Haustierhalter wollen ihre Tiere jedoch zum Verzehr halten. Und so verbringen die Tiere nicht wie Schlachttiere eine sehr kurze, überschaubare Zeit in solchen Boxen/Käfigen, sondern ihr ganzes Leben (was auch mal 10 Jahre sein können). Und DAS ist wahre Tierquälerei.

Unser altes Gehege- mit Woody beim Chillen

Das neue Gehege
 Wenn man seine Tiere hält weil man sie wirklich gerne hat,  dann gibt man ihnen Raum zum Leben. Man gibt ihnen ein Gehege oder sehr viel Freilauf und freut sich daran dass es den Tieren gut geht. Daran, dass sie selten krank sind und sie sich untereinander toll verstehen weil sie sich auch mal aus dem Weg gehen können. Und sie bedanken sich auf schweinchenart. Indem sie laut quieken, brommseln und popcornen und uns was zum Beobachten bieten.


Hier ein paar der üblichen Argumente für Gitterkäfige und was ich dazu meine:

Ich züchte aber. Da kann ich unmöglich so viel Platz aufbringen. Die Tiere sind ja eh nicht lange bei mir.
Wenn man den Platz nicht hat sollte man nicht züchten. Manche Tiere bleiben für immer beim Züchter. Haben die etwa kein schönes Leben verdient? Klar ist das Züchter keine 3 qm pro Tier aufbringen können, aber mehr als die übliche Einpferchbox darf´s schon sein.
Zudem sollten Züchter sollten mit einer Vorbildfunktion für die zukünftigen Halter vorangehen.
Einzel- Buchtenhaltung von Böcken in winzigen Käfigen (100 x 50 cm oder kleiner) zeichnen eine schlechte Zucht aus. Hier sollte man keine Tiere kaufen, da dort nicht das Wohlergehen der Tiere im Vordergrund steht. Das Tier ist hier kein Familienmitglied sondern eine Ware. Also Augen auf beim Schweinchenkauf. 

Mein Meerschweinchen macht im kleinen Käfig garnix, das ist voll langweilig und braucht auch daher auch nicht mehr Platz.
Was soll es in nem Minikäfig auch machen? Im Kreis rennen (ist spätestens nach 5 Runden langweilig). Auf Häuschen hüpfen (ist nach dem 3ten mal uninteressant).
Wenn euch jemand ins Gästeklo einsperren würde, was würdet ihr tun? Sinnlos hin und her laufen oder hinhocken und warten bis euch jemand raus lässt!?

Mein Tier hat immerhin 2 Stockwerke und ein paar Stunden Auslauf am Tag.
Doppelstockkäfige sind meist nicht empfehlenswert weil die wenigsten Meerschweinchen mit ihrem dicken Po die Rampe überhaupt hochkommen. Die ist zu steil, der Käfig ist trotzdem zu klein und richtig rennen können sie auch nicht. Ich hatte als Kind auch so einen und fand ihn toll. Zum Glück bin ich heute ein wenig schlauer.
Oft schnobbert meine Truppe Nachts wie die Wildschweine durchs Gehege um verbleibende Leckerlikrümel oder kleine Hälmchen aufzuspüren. Nur stundenweiser Auslauf heisst nicht dass die Tiere dann gerade Lust haben wenn der Mensch das möchte. Zudem sind die meisten Ausläufe null meerschweinchenmässig interessant  eingerichtet, so das die Wutzen lieber in ihrem Stall hocken und drauf warten bis ihr Futtergeber sich mal bissl besser informiert.

Ein grosses Gehege kann ich mir nicht leisten. Ausserdem hab ich kein handwerkliches Geschick.
 Wenn das Geld für ein Gehege fehlt, dann sollte man sich keine Meerschweinchen anschaffen, denn die (irgendwann notwendigen) Tierarztkosten betragen wesentlich mehr. (Bei Momo belief  sich die kumulative Bilanz allein in der Zeit bei mir auf ungefähr 1200 Euro)
Ein Gitterkäfig ist teuer und kostet oftmals um die 70 Euro.
Für ca 30 Euro gibt es stattdessen Songmics Regale  oder einfach Abfallbretter aus dem Baumarkt. Für 10 Euro gibt es Teichfolie. Wir kommen auf 40 Euro Gesamtkosten. Das Gehege ist 5 mal grösser und sieht eine Million mal besser aus. Um eine Teichfolie auf dem Boden auszubreiten und 4 Bretter zu vernageln oder ein Fertigregal aufzustellenbraucht man kein Handwerker sein. Das schaffen sogar Kinder problemlos.

Ich habe keinen Platz in der Wohnung.
Weder der 3 Meter Couch, noch der Schrankwand oder dem Riesenflachbildschirm macht es was aus im Geschäft zu bleiben oder auf den Sperrmüll zu wandern. Und tada.. siehe da plötzlich ist Platz für Schweinchen da wo vorher keiner war. In unserer ersten gemeinsamen Wohnung war der Platz wirklich knapp und trotzdem fand sich nach einigem hin und her ein geräumiger Platz fürs Schweinchengehege. Mein erster Stall war ein Eckstall. Auf Grund unserer kleinen Dachwohnung wurde jeder Zentimeter gebraucht. Also wurde mehrstöckig und über Eck gebaut. Das Konstrukt sah ... abernteuerlich /bruchbudenmässig aus. Weil die Rennfläche von 2 Metern nicht umsetzbar war (Wohnung zu schmal) gab es  immer noch Auslauf zusätzlich. Trotz der leichten Einschränkungen hatten es die Schweinchen viel besser als im Käfig. Ja, dafür macht man halt Abstriche an der eigenen Einrichtung (wir hatten z.B. keinen Esstisch). Aber das sind einem die Wutzen doch sicher wert! Oder nicht?

Der erste Stall



Wie ihr lesen könnt steigere ich mich immer total in dieses Thema rein. Es gibt so viele arme Wutzen da draussen, denen die Besitzer mit minimalem Aufwand ein tolles Leben bieten könnten.
Damit meine ich nicht das jeder sich so ein Riesenmonsterding wie ich in die Wohnung pflastern soll, sondern dass mit ein klein wenig Überlegung und ein paar Euro die ganze Welt für einige Tiere verbessert werden kann. Falls eure Tiere immer noch im Käfig leben, ändert das bitte. Macht euch heute einen Plan, Morgen ab zum Baumarkt oder schaut mal bei den Kleinanzeigen vorbei. Eure Schweinchen werden gelassener, zutraulicher und agiler. 

Daher heute mal als Thementag: Free Piggie!

Der Gästestall (für Urlaubsmeerschweinchen oder Vermittlungstiere)



Samstag, 3. Juni 2017

Zwerge

Bei uns ist in der letzten Woche viel passiert. Die Pflegeschweinchen sind schon wieder in Ihre neue Familie ausgezogen. Motte hat sich bei gekipptem Fenster einen Schnupfen zugezogen und niest gelegentlich noch ein bischen. Ich hoffe sie wird schnell wieder gesund.

Trotz Schnupfen fit und munter

 Der Rest der Bande befindet sich im Skepsismodus und hält respektvoll Abstand zu mir.
 Das hat mutmasslich was damit zu tun, dass mein Freund der die Bande die letzten Tage raus ins Freigehege gesetzt hat und er nicht so das "Schweinfühlungsvermögen" hat.

Smilla mit skeptischem Blick.

Pony wie immer eher ängstlich und in stylischer *husthust* Sommerfrisur.

  Zum Raussetzen werden die Wutzen von mir normalerweise langsam angelockt und mit Leckerli bestochen, dann ganz kurz geschnappt und auf den Beinen zwischengeparkt um dann ohne viel Stress in den Wäschekorb und von dort aus ins Freigehege zu wandern.
Bei meinem Freund läuft das ein bisschen anders:
Häuschen raus, Wutzen in die Enge treiben und von Oben rausklauben. Fertig. 
Das gefällt wiederum den verwöhnten Fellkartoffeln garnicht.
Und dann sind sie tagelang motzig mit mir. Und mit meinem Freund. Und mit dem Rest der Welt.
Jaja, das Leben ist kein Ponyhof, selbst für Pony und die Anderen 365-Tage-im-Jahr-freies-Essen-und-Logis-Schweine nicht.









Aktuell bin ich gerade dabei Bommi beizubringen auf meinen Schoss zu klettern. Mit Clickertraining. Und obwohl Bommi seeehr auf Leckerli steht mag er lieber nix dafür tun. Schon garnicht einem riesigen und potentiell gefährlichen Menschen auf den Schoss klettern. Denn obwohl ich ihm bislang noch nix Schlimmeres gemacht hab als Krallenschneiden ist es ja dennoch möglich dass ich plötzlich grossen Hunger auf Meerschweinchen kriege und mir ein Meerie nach dem Anderen in die Pfanne haue. Aus Bommis Sicht zumindest. Irgendwie hat er noch nicht mitgekriegt dass ich kein Fleisch esse.



Zumindest auf die Hand und den Fuss klettern klappt schon gut. Und da es dort immer Leckerli gibt muss ich Bommi immer mit sanfter Gewalt von meinem Fuss runterschubsen wenn ich aufstehen will. So sind Bommi und Coca (zu faul und alt zum wegrennen) immer die Einzigen die sich freiwillig fotografieren lassen.



Bommi beim Pfötchen geben

 Und dann gab es letzte Woche noch die neue Erkenntnis, dass Zwerge bei uns wohnen: 

Mein Feund zu mir: "Du magst Zwerge oder?"
Ich, an Herr der Ringe denkend: "Eh nö, eher Elben. Warum?"
"Weil Zwerge sind genau wie Meerschweinchen. 
 Sie sind klein, stark behaart und die Frauen tragen Bärte."

 Tatsache. Motte hat eindeutig ein Schnauzbart: 

Weiblicher Zwerg mit Bart


Freitag, 19. Mai 2017

Umwälzen

Meine Festplatte platzt. Aus allen Nähten. Obwohl es ein Riesending ist. Schuld sind die Meerschweine. Besser gesagt die gefühlte halbe Million Schweinebilder auf meinem Rechner. Und die müssen jetzt runter. Das mit dem Aussortieren klappt nur so mittelprächtig wegen: "Och, da guckt sie so lieb, auch wenn´s verschwommen ist." Oder :  "Nee, der ist schon gestorben- von dem kann ich keine neuen Bilder machen. Die KANN ich unmöglich löschen."  Auch wenn nur der flüchtende Hintern drauf ist etc.
Das ist auch der Grund warum ich aktuell so ungern Fotos mache.  Jedesmal muss ich was anderes dafür löschen.
Daher kommt heute die grosse - ich wälze meinen ganzen Fotokram auf eine drei externe Festplatten um- Aktion. Drückt mir die Daumen dass alles klappt. Sonst gibts demnächst nurnoch handgezeichnete Bilder auf dem Blog weil keine Fotos mehr da sind. Zum einstimmen darauf:

Mittwoch, 10. Mai 2017

Trio in Tricolor und Schwarz

Es sind wieder neue Pflegeschweinchen bei uns eingezogen. Franklin (Kastrat) und seine beiden Mädels Gina (tricolor) und Nora (schwarz). Die drei haben sogar schon Interessenten und können eventuell Anfang Juni zusammen ausziehen.

Gina die Neugierige

Nora - Schönheit ganz in schwarz.


Franklin hat bei Ankunft erstmal sehr viele Haare gelassen und hat auch leicht schuppiges Fell. Beim Tierarzt konnten keine Milben, Haarlinge oder anderes Krabbelgetiers gefunden werden, daher bekommt er jetzt erst mal aromatische Saaten zur Vitaminversorgung. Warscheinlich ist es einfach der Stress vom Umzug.

Franklin nimmt Leckerli auch schon aus der Hand



Auf Erkundungstour im Schweinezimmer


Die drei sind noch jung und richtig fit, brauchen also viel Platz zum rennen. Zudem rufen sie regelmässig lautstark nach Futter was meine eigenen Schweine etwas irritiert.  Wie findet ihr die Drei? Sind sie nicht zuckersüss?

Hier riecht was lecker!







Donnerstag, 4. Mai 2017

Welches Schweinderl hätten´s den gerne?

Juchhhuu! Das Leben ist zu kurz ist um Dinge auf die lange Bank schieben.
Man sollte seine Träume heute leben. Und mein Traum ist es knuffigen kleinen Pelzern (neues Modewort meines Freundes für Meerschweinchen) zu helfen.


 Deshalb adoptieren wir Eines von diesen kleinen Laborschweinchen.
Da ich gegen Tierversuche bin und Vegetarier möchte ich jetzt auch die bewundernswerte Arbeit von Menschen die Labortiere auf legalem Weg vermitteln unterstützen.
Und wer jetzt denkt man macht es den Labormittarbeitern damit leicht weil sie "überschüssiges Material" einfach loswerden, dem sei gesagt dass eine Horde Meerschweine ums Eck bringen wesentlich leichter ist als den ganzen Aufwand mit den Tierschützern. Das Vermitteln ist also de facto ne gute Sache.

Eine von den Süssen darf auf jedenfall den Rest ihres Lebens als Teil unserer Familie verbringen. Warscheinlich kommt sie Ende des Monats zu uns.
Hoffentlich versteht sie sich mit den anderen Unholden und hat nicht zu arg Angst.
Ich freu mich jedenfalls jetzt schon drauf.  #hibbel#muhahahaha

Zudem kommen Morgen noch drei neue Vermittlungsschweinchen der Meerschweinchenhilfe bei mir an. Tagesplan für Morgen steht!
Für die drei Vermittlungsschweinchen muss ich morgen  früh noch den Stall in denen sie die nächsten Wochen hausen etwas pimpen. Ich will 2 Ebenen des Käfigs über eine Rampe verbinden so dass mehr Platz für sie ist. Allerdings weiss ich noch net genau wie ich es mache.
Am liebsten würde ich jetzt direkt mit der Stichsäge dem Stall zu Leibe rücken. Aber leider ist es kurz vor 2 Uhr (in der Nacht). Und irgendwie sagt mir ein dumpfes Gefühl in der Magengrube dass unsere Nachbarn das nicht so lustig finden werden. Könnte aber auch Hunger sein.

Grüssle eure Doro



Mittwoch, 26. April 2017

Vorstellung und Realität



 Heute hatte ich frei. In der Vorstellung hab ich mich im Sommerröckchen auf der Liege im Garten sonnen gesehen. Und die Schweine im Gras daneben.
Die Wunschvorstellung hielt genau so lange an, bis ich nach dem Aufstehen den Schlafzimmervorhang weggezogen hab. Ströhmender Regen. Na toll. Keine Wutzen im Gras. Keine Doro in der Sonne. Ade Sommerkleidchen. Ade Sommereis. *mimimi*



Anschliessend Frühstück für mich. Eine neue Smoothie Bowl ausgetestet. Fazit: Bäh, die war saurer als gedacht. Igitt.
Und für die Schweine gab´s Salat und Gemüse. Entäuschend. Dabei hatten Sie sich so auf´s  Gras gefreut.

Am Mittag hab ich dann versucht die trägen Schweinekörper zu aktivieren in dem ich ihnen frische Zweige unseres Apfelbaums geschnitten hab. Leider hat sich ausser Bommi niemand wirklich dafür interessiert.







Bommi: "Oh lecker, frische Zweige. Nomnom. Wo bleibt ihr denn alle? Alleine fressen ist doof!"

Smilla: "Pft. Bin immer noch sauer wegen dem Frühstück. Wo bleibt unser Gras?"
Motte: "Genau! Hände hoch und Gras rausrücken! Aber pronto!"

Ich : "Nene, jetzt ist es zu nass, vielleicht später. Ich leg mich mal kurz auf´s Ohr"

.... 2 bis 3 Stunden später.....

Ich: "Immer noch zu nass. Da geh ich net raus. Vergesst es. Heute müsst ihr mal auf Gras verzichten. Ausserdem sind eure Krallen zu lang. Die müssen ab!"

Schweine im Chor: "Motzmuik!!!  *brommsel* Dafür schlafen wir den Rest vom Tag und lassen uns net freiwillig fotografieren. Wär ja auch noch Schöner!"

 Das ist der Grund warum es heute überwiegend Bommelbilder gibt. Die anderen Wutzen waren frühjahrsmüde und sauer dass es kein Gras gab. Und zusätzlich waren sie stark empört dass sie zum Gesundheitscheck gefangen wurden und die Pediküre dran war. Da darf man auch mal die beleidigte Schweinewurst spielen.


Mir schmeckts jedenfalls!


 Und Morgen? Da muss ich wieder Arbeiten.
Die Sonne scheint wieder und wenn ich nach Hause komm sind die Fellbomben nicht mehr beleidigt. Aber es ist zu dunkel um Bilder zu machen. Wetten? Realität eben.






Donnerstag, 20. April 2017

Happy Wutz

Aller Anfang ist schwer. Auch beim Grasanfüttern. Immer mehr steigern je nach Verträglichkeit. Aktuell sind wir von einer kleinen Handvoll Gartengras zu einem sehr kleinen Korb Wiesengras gelangt. Und dann hatte ich auf Grund der Kälte schon wieder kein Bock mehr zum pflücken.
Statt dessen werden sie Schweine heute wieder mit Erbsenflocken getröstet. Auch wenn ihnen Gras sicher lieber wäre.




Tja, das kennt man ja. Man wünscht sich was und kriegt trotzdem nicht immer das was man will. Sowas wie : 
  • das silberne Porsche- Cabrio
  • pflegeleichte Haare
  • das eigene Haus mit riesen Garten
  • den Traumbody
  • gute Arbeitszeiten etc.



 Auch die Schweine kriegen nicht immer alle ihre Wünsche erfüllt. Wobei die Liste da anders aussieht. Hier geht es eher um Fressbares. Am ehesten um:
  • das Gras
  • die Erbsenflocken
  • die ganz arg ungesunden  und mittlerweile im Handel nicht mehr erhältlichen Superleckerli
  • neue superflauschige Kuschelkörbchen
  • die Vernichtung der Krallenschere etc. 


 Die Schweine nehmen diese Liste jedoch nicht so ernst, denn für sie zählt eher der Moment: Gras in 5 Minuten oder Erbsenflocke sofort? Die Flocke gewinnt. Warum? Für die Schweine zählt jeder Augenblick. Also nehme ich mir daran ein Beispiel und bin zufrieden mit:
  • meinem alten Auto, dass noch gut fährt
  • meinem anstrengenden aber tollen Job
  • dass ich mit meinem Traummann im Grünen mit Garten wohne (kleines Manko: der Mann ist nur bedingt meerschweineaffin)
  • und das wichtigste: 5 kleine süsse Fellbüschel zeigen mir jeden Tag was Glücklichsein eigentlich heisst. 


  Und wenn ich nach einem anstrengenden Tag im Schweinegehege sitze und dann Erbsenflocken verteile merke ich das mein persönliches Glück in den ganz kleinen Dingen liegt. Zufriedene Wutzen beim Kauen zu beobachten. Was gibt es Entspannteres?
Und um auch das Glücklichsein meiner Schweine etwas zu steigern gibts Morgen wieder Gras.
Versprochen!

Mittwoch, 12. April 2017

Aus heiterem Himmel

Was die Leute mich wirklich oft fragen ist: "Wie oft mistest du deinen Stall? Wie lange dauert das? Und was machen deine Wutzen in der Zeit?"
Hier der Schweinegehege Grundreinigungsguide im Hause Wutzdoc:
Einmal in der Woche (meist Samstags) wird sauber gemacht was so ca 1-2 Stunden dauert.

Die Ruhe vor dem Sturm

Man will doch nur genüsslich nagen und dann...

...muss man sich schnell in Sicherheit bringen.

Und die Schweine? Die schmollen in der Zeit. Mittlerweile könnte man meinen dass sich die Fellbomben daran gewöhnt haben. Aber jedesmal bricht das CHAOS völlig unverhoffterweise aus heiterem Himmel über sie herein. Dann werden sie eingesammelt und verbringen die nächste Stunde wahlweise im Winter im Gästegehege oder in den Transportboxen und im Sommer im Freigehege. Tragisch so ein Schweineleben.  Und sooo stressig. 


Irgendwie sieht es beim misten immer so chaotisch aus. Stall sauber, Zimmer Bombentrichter.

Die Schweine bei der Insepktion.

Joa, das passt so.


Das ganze hab ich mal für euch gefilmt.
Und wenn ihr euch jetzt denkt,  "Leute, sieht die Doro schlimm aus in dem Video! Die Hose zerrissen und auch das T- Shirt zu gross!" dem sei gesagt: Hier wird im Dreck (und die Wutzen machen viel davon!) geschafft. Dazu braucht man naturgemäss seeehr alte und zerissene Klamotten.





  Und jetzt seid ihr dran. Rein in die Alltagskleider und raus mit dem Mist!